Donnerstag, 2. März 2017

[Rezension] Eine himmlische Begegnung - Guillaume Musso

[Rezension] Eine himmlische Begegnung - Guillaume Musso


Titel: Eine himmlische Begegnung
Autor: Guillaume Musso
Seitenzahl: 400
Verlag: Piper
ISBN-10: 3492304907
ISBN-13: 978-3492304900
Erscheinung Erstausgabe: 08.01.2007
Genre: Belletristik, Liebesroman, Fantasy
Handlungsort: New York



Inhalt:

Die Französin Juilette Beaumont war nach Amerika gekommen, um ihren Traum von der Schauspielkarriere zu ermöglichen. Drei Jahre später muss sie allerdings immer noch kellnern um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen und stellt ernüchtert fest, dass ihr Vorhaben gescheitert ist. Sie beschließt nach Frankreich zurück zu kehren. Doch kurz vor ihrer Abreise trifft sie auf den charmanten Arzt Sam Galloway, der ihr sofort gefällt und sie verbringen traumhafte Stunden zusammen. Doch das Schicksal scheint es nicht gut mit den beiden zu meinen und es scheint als wolle es die beiden schon nach wenigen gemeinsamen Tagen für immer voneinander trennen.



Cover und Gestaltung:

Das Cover der Neuauflage zeigt eine Frau, die über eine Brücke in einer Winterlandschaft rennt und ist damit passend zur Jahreszeit im Buch, in dem einige heftige Schneestürme herrschen gestaltet.


Meine Meinung:

Wie die Leser meines Blogs wahrscheinlich wissen bin ich ein großer Fan der Bücher von Guillaume Musso. Ich mag die ganz eigene Mischung der Genres, die er in seinen Romanen immer wieder schafft. Seine Bücher sind nicht leicht einzuordnen und haben von vielen Genres ein bisschen was. So auch das Buch "Eine himmlische Begegnung": ein bisschen Liebesroman, ein wenig Thriller und etwas Mystik. Obwohl ich sonst nicht so der Fantasy Fan bin, mag ich die mystischen Elemente, die Musso in die meisten seiner Bücher einbringt sehr gerne. 

Und so ist auch dieses Buch wieder ein spannender packender Roman mit einigen Wendungen ala Musso. 
Leider hat er mir aber nicht ganz so gut gefallen wie fast alle anderen Bücher die ich von ihm kenne. Das liegt vor allem daran, dass ich das Ende im vorliegenden Buch nicht ganz so rund fand. Trotz der fantastischen Elemente in seinen Büchern, endeten die anderen alle in sich schlüssig. Das hat mir hier irgendwie gefehlt, denn dazu hätte es eines anderen Endes bedurft. So hatte ich bei diesem Buch eher das Gefühl es endet so, weil der Autor diesen Schluss anstrebte und nicht weil es die logische Folge aus der Geschichte gewesen wäre und fand den Plot etwas holprig, wenn gleich die Grundidee sehr viel Potential geboten hätte.

Chronologich gesehen ist es das zweite von Musso veröffentlichte Buch. Natürlich ist es nicht schlecht und was ich an dem Autor liebe, man kann wieder einiges an den Aussagen auf sein eigenes Leben projizieren. Dennoch kann es aber meiner Meinung nach aus oben genannten Gründen trotz ähnlicher Thematik leider nicht an sein Debüt "Ein Engel im Winter" heran reichen, welches zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehört. 

Der Schreibstil des Autors hat mir aber wieder sehr gut gefallen. Das Buch entfaltet die bekannte Sogwirkung und Musso schreibt wieder sehr wortgewaltig, so dass das Buch viele schöne Sätze enthält. Was ich ebenfalls beeindruckend finde ist, dass Musso seine Kapitel immer mit Zitaten aus Büchern oder bekannten Weisheiten einleitet, die sehr gut auf das darauf folgende Kapitel passen.

Die Charaktere sind wie man es von Musso gewohnt ist gut ausgearbeitet und vor allem individuell.
Wobei ich sagen muss, dass ich mit der Protagonistin Juliette über das ganze Buch hinweg überhaupt nicht warm geworden bin. Sie kam mir irgendwie sehr egozentrisch vor und spätestens bei ihrer Eifersuchtsattacke wegen eigentlich nichts fand ich sie eher nervig.
Sam hingegen gefiel mir zwischen der Trauer und den Schuldgefühlen nach dem Selbstmord seiner Frau und der Anziehungskraft von Juliette hin und her gerissen sehr gut. Auch mit seiner Vergangenheit und Jugend in einem der größten Problemviertel New Yorks, seinen Versuchen daraus auszubrechen und seinem Entschluss Arzt zu werden war er sehr vielschichtig dargestellt.
Und auch die mystische Grace Costello hat mir gefallen, da sie lange Zeit undurchschaubar ist, ihr Leben einen als Leser aber schließlich doch sehr berührt.




Fazit:

Bei "Eine himmlische Begegnung" handelt es sich wieder um einen Roman mit einer tollen Ausgangsidee, die jedoch nicht konsequent und schlüssig zu Ende geführt wurde und welcher somit leider nicht an seinen Debütroman oder andere spätere Bücher heran reicht. Dennoch ist es mit dem wortgewaltigen Schreibstil des Autors, den vielschichtigen Charakteren und der Musso typischen Sogwirkung eine ganz nette Lektüre, aus der man auch einige Weisheiten für sein eigenes Leben ziehen kann. 



  


   Originalität     

   Umsetzung      

    Schreibstil      

     Charaktere     

        Tempo         

          Tiefe         


        Lesespaß      





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