Mittwoch, 1. Februar 2017

[Rezension] Das Leuchten - Kat Falls

[Rezension] Das Leuchten - Kat Falls


Titel: Das Leuchten 
Autor: Kat Falls
Seitenzahl: 320
Verlag: Ravensburger
ISBN-10: 3473400696
ISBN-13: 978-3473400690
Erscheinung Erstausgabe: 01.06.2011
Genre: Jugendbuch mit dystopischen Elementen





Inhalt:

Eine Welt in der Zukunft: der Meeresspiegel ist gestiegen und große Landmassen sind versunken. Der Lebensraum an Land ist knapp geworden und die Menschheit lebt eingeengt auf dem übrig gebliebenen Festland. Zum Glück ist es einigen Wissenschaftlern gelungen die Ozeane für den Menschen bewohnbar zu machen und einige Menschen sind daraufhin dazu übergangen erste Unterwasserfarmen zu schaffen und zu bevölkern. Ty ist das erste Kind, dass auch unter Wasser geboren wurde und das Leben unter Wasser liebt. Er wünscht sich nichts mehr, als mit 18 auch ein Stück Land im Meer zu erwerben und zu bebauen. Doch sein Traum gerät in Gefahr, da es in jüngster Zeit zu immer mehr Übergriffen der Seablite-Gang gekommen ist, die die Versorgungschiffe plündern und somit das Leben unter Wasser und Tys Heimat gefährden.


Cover und Gestaltung:

Das Cover ist richtig toll gestaltet. Nicht nur dass die leuchtende Qualle vor dem dunkelblauen Hintergrund perfekt zur Handlung passt. Sondern die aufsteigenden Luftblasen darauf glänzen auf dem Cover und lassen es in echt noch viel schöner erscheinen, als es auf dem Bild aussieht.


Meine Meinung:

Ich wurde auf dieses Buch aufmerksam, da ich das Meer und die Unterwasserwelt sehr liebe und das Buch ein wahnsinnig schönes Cover besitzt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Welt die Kat Falls da geschaffen hat ist einfach fantastisch und ein sehr erfrischender Schauplatz für eine Jugenddystopie. Stück für Stück bringt sie dem Leser näher, welche Technik die Menschen unter Wasser haben, wie sie ihre Häuser dort bauen und das Leben organisieren. Sie hatte dazu wirklich so unglaublich viele fantastische Ideen von aufblasbaren Häusern in Quallenform über Unterwasserfarmen bis hin zu Zäunen aus Luftblasen, dass es Spaß machte diese Unterwasserwelt zu erkunden. Darüber hätte ich liebend gern noch viel mehr gelesen. 

Obwohl die Unterwassermenschen sich auch um die Nahrungsmittel- und Energieversorgung an der Oberfläche kümmern, stehen ihnen die Menschen dort sehr skeptisch gegenüber. Denn die Unterwassermenschen sehen anders aus: ihre Haut leuchtet, was durch den bioluminiszierenden Fisch zu Stande kommt, den sie essen. Außerdem gibt es an der Oberfläche das Gerücht, dass die Kinder die ständig diesem Meeresdruck in ihrer Entwicklung ausgesetzt sind gestört seien und "dunkle Gaben" entwickelt haben.

Doch die Unterwassermenschen haben sich noch nicht völlig an den neuen Lebensraum angepasst, sondern brauchen Sauerstoff in Form von sogenannten Liquigen, dass sie in ihre Lungen saugen können um zu atmen. Als Tys Heimat immer mehr von der Seablite-Gang bedroht wird, die Versorgungsschiffe und Siedlungen plündert, stellt die Regierung eine Forderung auf: die Meeresmenschen sollen diese Gang unverzüglich stoppen, sonst wird deren Versorgung mit Sauerstoff von der Oberfläche eingestellt. 
So geht diese Dystopie bald in eine Art Jugendthriller über.

Ab dieser Stelle wird das Buch sehr spannend und rasant erzählt. Ein Ereignis jagt das nächste und diese münden auch in einige überraschende Wendungen. 
Der Schreibstil ist sehr jugendlich einfach gehalten, so dass man durch die Seiten fliegt und das Buch flüssig und schnell lesen kann.

Der Hauptprotagonist Ty ist ein typischer neugieriger Jugendlicher, der sich dadurch auch schnell mal selbst in Gefahr bringt und besitzt auch eine besondere Gabe, die er aber vor den anderen verbergen möchte. Schön zu sehen war seine Begeisterung für sein Unterwasser Zuhause.
Außerdem gibt es noch Gemma, ein Mädchen von der Oberfläche das in den Tiefen des Meeres verzweifelt nach ihrem Bruder sucht. Sie ist sehr tough und scheut dabei noch weniger das Risiko als Ty oder die Gefahren der ihr unbekannten Unterwasserwelt.

Sowohl was den Schreibstil, als auch die Charakere angeht ist es alles sehr jugendlich gehalten, so dass es eher für Kinder im Alter von 12-15 Jahren gedacht ist. Doch durch die zauberhaft entwickelte Unterwasserwelt und die Aussage des Buches konnte es mich trotzdem sehr begeistern und somit werden denke ich auch Erwachsene ihren Spaß daran haben können.


Fazit:

"Das Leuchten" ist ein spannender jugendlicher Unterwasser Abenteuerroman, der mich vor allem mit einer bezaubert entworfenen Unterwasserwelt bezaubern konnte. Außerdem regt es sehr zum Nachdenken auch über aktuelle Themen, wie drohende Klimakatastrophen oder die Unterdrückung von Menschen durch Regierungssysteme und den Kampf um Menschenrechte an.







   Originalität     

   Umsetzung      

    Schreibstil      

     Charaktere     

        Tempo         

          Tiefe         


        Lesespaß      



Die Reihe:

Es gibt noch einen 2. Teil der "Reihe" mit dem Titel "Der Tod des Schmetterlings". Dieser beruht auch auf dem Schmetterlingseffekt, kann meines Wissens nach aber unabhängig vom ersten Buch gelesen werden. 



                              







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