Samstag, 28. Januar 2017

[Rezension] Vierundzwanzig Stunden - Guillaume Musso

[Rezension] Vierundzwanzig Stunden - Guillaume Musso


Titel: Vierundzwanzig Stunden 
Autor: Guillaume Musso
Seitenzahl: 384
Verlag: Pendo
ISBN-10: 3866124015
ISBN-13: 978-3866124011
Erscheinung Erstausgabe: 01.06.2016
Genre: Roman; Belletristik





Inhalt:

Arthur Costello erbt von seinem Vater einen alten Leuchtturm. Doch dieser nimmt ihm das Versprechen ab, eine Kellertür darin niemals zu öffnen, die er vor Jahren zugemauert hat. Dies erweckt aber natürlich gerade Arthurs Neugierde und er öffnet diese Tür noch am selben Tag. Mit der Öffnung des Kellers begibt er sich in den Strudel der 24 Winde, die sein Leben komplett verändern werden, ihn zu der Liebe seines Lebens führen und ihn diese aber auch genauso schnell wieder verlieren lassen....


Cover und Gestaltung:

Das Cover zeigt die Rückansicht einer Frau im Vordergrund und das Meer, sowie einen Leuchtturm, der im Buch eine tragende Rolle spielt im Hintergrund. Warum die Frau einen Neoprenanzug trägt ist mir ein Rätsel, aber ansonsten ist das Cover diesmal sehr passend zum Inhalt dargestellt. Auch die blaue düstere Farbgebung gefällt mir sehr gut und passt viel besser zu Mussos Spannungsromanen, als die viel zu kitschigen Cover auf seinen früheren Büchern.


Meine Meinung:

Wer meinen Blog schon länger verfolgt weiß, dass ich ein großer Fan von Guillaume Mussos Büchern bin. So lese ich alle seine Bücher quasi blind ohne mich vorher überhaupt über den Inhalt zu informieren. Bei diesem Buch kann ich aber auch allen anderen empfehlen, sich vorher so wenig wie möglich über den Inhalt zu informieren und sich stattdessen einfach in diese Geschichte hineinfallen zu lassen. Aus diesem Grund fällt meine Inhaltszusammenfassung oben auch sehr kurz und vage aus, sonst würde man sich hier einfach viel Lesevergnügen nehmen.
Zunächst lernt man Arthur kennen, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird und begleitet ihm bei einem Treffen mit seinem Stiefvater, zu dem er ein sehr schwieriges Verhältnis hat. Dies bessert sich auch nicht, nachdem dieser ihm offenbart, dass seine Halbgeschwister all das Vermögen der Familie erben und er nur einen alten Leuchtturm samt Häuschen, der sich seit einiger Zeit im Besitz der Familie befindet. Und so beginnt die Geschichte eigentlich ganz normal, bis sich Arthur über eine Warnung seines Stiefvaters hinwegsetzt und dem Geheimnis dieses Leuchtturms auf die Spur kommen will.
Wer bereits Bücher von Guillaume Musso kennt, der wird wissen, dass der Autor sehr gern unerwartete Wendungen einbaut und auch kleinen paranormalen Momenten nicht abgeneigt ist. Und so nimmt auch in diesem Buch die Handlung nach bereits etwa 50 Seiten eine große Wendung, mit der man nicht rechnet. 


Die eher unerwartete Richtung in der das Buch danach verlief, gefiel mir sehr gut, ist äußerst mitreißend geschrieben und entwickelt ein richtiges Suchtpotential weiter zu lesen. Die Charaktere sind authentisch dargestellt und haben alle ihre Stärken und Schwächen. Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann eventuell dass man ruhig noch einige Seiten mehr in den Aufbau der Bindung zwischen Arthur und Lisa hätte investieren können, um diese glaubhafter darzustellen und den Charakteren noch näher zu kommen. Das ging schon alles sehr schnell. Andererseits kann ich mir bei diesem Buch auch vorstellen dass dies genau so gewollt war, da ja die Begrenzung der Zeit hier eine Hauptrolle spielt.

Ab einem gewissem Punkt fängt man an kontinuierlich dem Ende entgegen zu fiebern. Man hat so 2-3 Lösungsmöglichkeiten im Kopf, wie diese Geschichte wohl ausgehen könnte und hofft und bangt mit den Protagonisten, während man immer schneller wird beim Lesen. Als dann das Ende kommt, ist man erstmal wie vor den Kopf geschlagen, denn dieses wird wohl keiner vorhergesehen haben und die Meinungen der Leser darüber gehen weit auseinander, nach allem was ich gelesen habe. 
Ich kann nur sagen mir hat es nachdem ich den letzten Abschnitt gelesen habe ganz gut gefallen und war mal etwas ganz anderes und zu diesem Buch einfach passend, wenn man sich darauf einlassen kann. Man muss aber darauf vorbereitet sein, dass Musso einem nicht das Nachdenken dabei abnimmt. Dies muss der Leser schon noch selbst übernehmen, um mit dem Ende etwas anfangen und es verstehen zu können. Aber es hat definitiv dafür gesorgt, dass mich diese Geschichte noch mehr und viel länger beschäftigt hat als mit jedem anderen Ende, dass ich so in meinen Spekulationen herum schwirren hatte. Und deswegen bin ich im Nachhinein auch der Meinung Musso hätte keinen besseren Abschluss für die Geschichte finden können.

Leider kann man bei diesem Buch nicht viel mehr sagen ohne zu Spoilern. Man muss sich eben wie schon erwähnt einfach darauf einlassen. Und ich denke, wenn man einmal ein Buch von Musso gelesen hat, wird man auch unbedingt seine anderen Werke lesen wollen. Ich liebe seine Geschichten einfach, wie man unschwer erkennen kann ;)

"Vergiss nicht, dass man zwei Leben hat..." Das ist eine chinesische Weisheit: Man hat zwei Leben, und das zweite beginnt in dem Moment, wo einen klar wird, dass man doch nur eines hat."(Seite 151)




Fazit:

Bei "Vierundzwanzig Stunden" handelt es sich um einen sehr emotionalen Roman über die große Liebe, aber auch das Schicksal, welches das Leben für einen bereit halten kann und vor allem über die Bedeutung der Zeit, die man vernünftig nutzen sollte. Es ist ein Roman mit den für Musso typischen unerwarteten Wendungen und auch fantastischen Elementen, über den man vorweg nicht allzu viel lesen sollte, sondern in den man sich einfach hineinfallen lassen muss, um ihn mit höchstem Genuss zu erleben.







   Originalität     

   Umsetzung      

    Schreibstil      

     Charaktere     

        Tempo         

          Tiefe         


        Lesespaß      




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