Samstag, 5. November 2016

[Rezension] Mr. Mercedes - Stephen King

[Rezension] Mr. Mercedes - Stephen King


Titel: Mr. Mercedes (Bill Hodges #1)
Autor: Stephen King
Seitenzahl: 680
Verlag: Heyne
ISBN-10: 3453419014
ISBN-13: 978-3453419018
Erscheinung Erstausgabe: 08.09.2014
Genre: Thriller





Inhalt:

Ein Mercedes rast in eine Menge wartende Arbeitssuchende vor einer Jobbörse und tötet 8 Menschen. Dieser Mann wird als Mercedes Killer bekannt. Detective Bill Hodges war einer der ermittelnden Beamten. Aber es ist einer der wenigen Fälle in seiner Karierre, die ungelöst bleiben, als er wenig später in den Ruhestand geht. Pensioniert vegetiert Hodges so vor sich hin ohne etwas mit seinem Leben anzufangen zu wissen. Bis sich eines Tages der Mercedes Killer persönlich per Brief bei ihm meldet. Daraufhin versucht Hodges diesen im Alleingang zu jagen, während es der Mercedes Killer darauf abgesehen hat den Ex Cop in den Suizid zu treiben.


Cover und Gestaltung:

Das Cover der Taschenbuchausgabe zeigt eine großen Autoreifen mit Blut befleckt, sowie die schwarzen Abdrücke/Autospuren im Hintergrund zum weißen Schriftzug des Autors. Ich finde das Cover jetzt nicht mega schön, aber es ist definitiv sehr passend zur Geschichte.


Meine Meinung:

Dies war nach einer Kurzgeschichtensammlung erst mein zweites Buch von Stephen King und wie es scheint habe ich da wieder kein typisches vom ihm erwischt. In keinster Weise bedient er sich hier dem Horrorgenre, sondern es ist eher ein altmodischer Kriminalroman. Es mag daran liegen, dass die Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe eben nicht zu den hoch gehandelten Horrorromanen von ihm gehören, aber ich kann bis jetzt die Faszination vieler Leser für King nicht nachvollziehen.

Mr Mercedes beginnt mit einem ganz vielversprechenden Szenario und ließ recht spannendes erwarten. Doch bereits nach einem Viertel langweilte mich die Geschichte ziemlich. Eventuell liegt es auch daran, dass die Identität des Mercedes Killers gleich zu Anfang bekannt wird. Vielleicht wäre es klüger gewesen, dem Leser diesem Wissensvorsprung nicht zu geben. Dann wäre es jedoch ein ganz anderer Plot gewesen. So war ich die Handlung nach dem ersten Viertel für mich sehr vorhersehbar, die unerwarteten Wendungen fehlten gänzlich und so konnte sich bei mir trotz eines ganz interessanten Katz und Maus Spiels die Spannung nie einstellen.

Es wird abwechselnd erzählt aus Sicht von Bill Hodges, einem Cop im Ruhestand und eben dem Mercedes Killer Brady Hartsfield. Aber auch die Charaktere konnten mich nicht mitreißen, da sich King so ziemlich an jedem Klischee bedient. Ich meine der alternde Cop im Ruhestand, der mit seinem Leben nichts mehr anzufangen weiß und der Soziopath, der seine Umgebung innerlich hasst, sich aber nach außen hin immer freundlich und zuvorkommend gibt und dem darüber hinaus eine Hass-Liebe mit seiner Mutter verbindet. Ich meine wie klischeehaft ist das alles und in wie vielen Thrillern vorher wurde ein solches Szenario schon in zig Variationen.

Okay man muss King lassen, dass der Thriller hervorragend und besser als die Meisten anderen geschrieben ist. Aber das allein konnte mich nicht vom Hocker reißen, wenn die Handlung sich einfach nur wie aufgewärmter Kaffee anfühlt und man einfach immer auf DIE überraschende Wendung wartet, die aber bis zum Ende nicht eintritt.


Fazit:

"Mr. Mercedes" ist keiner von den klassischen Horrorromanen von Stephen King sondern ein Thiller. Mich konnte dieser aber, obwohl sehr gut geschrieben, aufgrund der vorhersehbaren, konstruierten Handlung ohne wirkliche Überraschungen und den stereotypischen Charakteren nicht überzeugen.





   Originalität     

   Umsetzung      

    Schreibstil      

     Charaktere     

        Tempo         

          Tiefe         

        Lesespaß      







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