Mittwoch, 6. April 2016

[Rezension] Schlusstakt - Arno Strobel


[Rezension] Schlusstakt - Arno Strobel


Titel: Schlusstakt
Autor: Arno Strobel
Seitenzahl: 224
Verlag: Loewe
ISBN-10: 3785578652
ISBN-13: 978-3785578650
Erscheinung Erstausgabe: 09.03.15

Genre: Jugendthriller





Inhalt:

Eigentlich nimmt Vicky zunächst nur wegen ihrer Freundin an der neuen Castingshow Germanys MegaStar teil. Doch als sie es in die dritte Runde schafft, die für die letzten 50 Kandidaten auf einer abgelegenen Südsee Insel statt findet und realisiert, dass sie die reele Chance auf 2 Millionen Euro und einen Plattenvertrag hat, packt auch sie das Starfieber. Der Wettbewerb soll nun härter werden, um die Kandidaten auf das Showbiz vorzubereiten und sie müssen allerhand Prüfungen bestehen. Doch dabei bleibt es nicht. Ein Kandidat wird morgens erschlagen am Strand gefunden und der Mörder muss noch auf der Insel sein....



Cover und Gestaltung:

Das Cover ist sehr schön und passend. Es zeigt eine wunderschöne Insel im türkisblauen Meer, die Reiselust weckt. Sicherlich auch ein Aspekt, mit denen solche Castingshows ihre Kandidaten ködern. Auch der Titel "Schlusstakt" könnte nicht besser gewählt sein.



Meine Meinung:

Bei diesem Buch hat mich das interessante Grundthema sehr angesprochen. Denn hier blickt Arno Strobel hinter die Kulissen von Castingshows ala DSDS, Supertalent oder GNTM. Wie er auf einer Lesung auf der Buchmesse verriet hat er sich dazu auch mit EX-Kandidaten dieser Shows unterhalten. Und ich finde die Darstellung wie die Kanidaten in diesen Fernsehproduktionen runter gemacht werden oder gedrängt werden etwas zu sagen, dass dann in völlig anderen Zusammenhang zusammen geschnitten wird, um das Publikum vor dem Fernseher zu manipulieren, den Unterhaltungswert der Sendung zu steigern und den schon von vorn herein feststehenden Gewinner zu rechtfertigen, sehr gelungen.

Vom Inhalt her muss ich aber sagen, dass meiner Meinung nach für so ein kurzes Buch von etwas über 200 Seiten schon wieder viel zu viele Details im Klappentext verraten werden. Den hätte man auch etwas allgemeiner fassen können. Denn so richtig Spannung ist bei mir dadurch im ersten Teil nicht aufgekommen, da man schon weiß, wer ermordet wird und aus welchen möglichen Motiven.
Nach der Entdeckung des Mordes wurde es für mich etwas spannender und ich versuchte mitzurätseln, wer der Täter sein könnte. Das Ende hat mich allerdings etwas enttäuscht. Es war doch etwas zu einfach und auch zu konstruiert. Für mich als Leser, der viele auch Erwachsenen Thriller konsumiert also nicht sehr befriedigend. Aber für die Zielgruppe könnte es geeignet sein, besonders als Einstieg ins Jugendthriller Genre.

Das Buch lässt sich flüssig lesen, man fliegt durch die Seiten und es ist durch die geringe Seitenanzahl auch sehr schnell durchgelesen.
Bedingt durch die Kürze des Buches  bleiben die Charaktere leider sehr oberflächlich, so dass es mir schwer fiel irgendeine Verbindung zu ihnen aufzubauen. Ein bisschen mehr Tiefe hätte dem Buch hier meiner Meinung nach auch gut getan.



Fazit:

In "Schlusstakt" greift Arno Strobel mit dem Thema einer Castingshow, wie sie sich heutzutage auf allen Sendern tummeln und in der Zielgruppe leider großer Beliebtheit erfreuen ein für Jugendliche wichtiges und aktuelles Thema auf. Die Darstellung der Machenschaften hinter den Kulissen solcher Fernsehproduktionen wurde sehr gut rüber gebracht. Die Thrillerhandlung konnte mich als Liebhaber des Genres nicht überzeugen, aber für die Zielgruppe von 14-16 Jahren oder gerade für Einsteiger in das Thrillergenre ein ganz nettes kurzweiliges Buch für zwischendurch.




   Originalität     

   Umsetzung      

    Schreibstil      

     Charaktere     

        Tempo        

          Tiefe         

        Lesespaß      




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