Freitag, 8. April 2016

[Rezension] Dark Village 01: Das Böse vergisst nie - Kjetil Johnsen



[Rezension] Dark Village 01: Das Böse vergisst nie - Kjetil Johnsen


Titel: Dark Viallage 01: Das Böse vergisst nie 
Autor: Kjetil Johnsen
Seitenzahl: 272
Verlag: Coppenrath
ISBN-10: 3649613018
ISBN-13: 978-3649613015
Erscheinung Erstausgabe: 02.11.2013

Genre: Jugendthriller





Inhalt:

In einem See wird eine nackte in Plastikfolie gewickelte Leiche gefunden. Es ist eine der 4 Freundinnen Nora, Benedicte, Trine und Vilde, die noch 21 Tage zuvor wie die besten Freundinnen wirkten. Doch welche der 4 wurde nun ermordet?




Cover und Gestaltung:

Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt einen Vogel im Vordergrund und einige Baumkronen. Toll gestaltet ist der sehr große verschnörkelte Titelschriftzug. Jedes Buch der Reihe hat neben dem schwarz-weiß Anteil einen anderen Farbeinschlag, was mir sehr gut gefällt und toll im Regal aussieht. Beim ersten Band ist es ein leichter Gelbstich. Am Besten finde ich jedoch den schwarzen Buchschnitt.



Meine Meinung:

Das Buch beginnt mit einem spannenden Prolog, in dem ein junges Pärchen im See baden geht und plötzlich eine Leiche antreibt.

Danach springt man 21 Tage zurück und lernt die vier Mädchen Benedicte, Nora, Trine und Vilde kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und trotzdem schon immer eng befreundet gewesen sind. Man erfährt nach und nach einiges über ihre Familien, ihre Probleme und Sorgen. Durch immer mehr Geheimnisse und andere Dinge beginnt die Freundschaft der vier jedoch bald zu brökeln.
Schnell wird klar, dass es eine der vier Freundinnen es ist, die 21 Tage später tot im See treiben wird. Nur welche der vier es ist? Das macht klar den Spannungsbogen des Buches oder eher gesagt der Reihe aus. Denn es sei gesagt dies wird im ersten Band noch nicht aufgedeckt. Genauso wie viele andere Sachen die nur angerissen werden. So richtig geklärt wird eigentlich gar nichts in diesem Auftaktband, darüber sollte man sich von vornherein im Klaren sein. 
Ich sehe dieses Reihenkonzept hier aber nur als Geldmacherei an, denn man hätte bei der Kürze der Bücher auch mehrere zusammenlegen können. Zumal es nicht einmal so aufgebaut ist wie eine typische Reihe, denn man wird einfach komplett ohne einen Abschluss mitten aus der Handlung gerissen. Es gibt also überhaupt keine Ende und keinen Cliffhanger, sondern könnte einfach nahtlos weiter gehen.

Ich muss sagen mit den Schreibstil hatte ich ebenfalls so meine Probleme. Er ist sogar für ein Jugendbuch extrem einfach gehalten in kurzen abgehakten Sätzen und wirkt einfach nur plump und billig. Anspruchsvolle Literatur sollte man hier wirklich nicht erwarten.
Das manche Szenen mehrmals aus verschiedenen Blickwinkeln beschrieben werden gefiel mir jedoch wiederum ganz gut, so konnte man sehen, wie der Moment von den verschiedenen Personen jeweils unterschiedlich wahrgenommen wird.

Trotz der Kritikpubkte hat mich die Spannung bei diesem Auftaktband gepackt, was bei Jugendthrillern nicht oft der Fall ist. Man rätselt natürlich unweigerlich mit, welches der Mädchen den nun ermordet wird. Es könnte eigentlich jede der 4 sein. Was das Ganze aber noch interessanter macht ist aber das jedes der Mädchen auch seine eigenen Abgründe hat und die potentielle Mörderin sein könnte. Verstärkt wird der Spannungsbogen dann natürlich immer noch durch das Herunterzählen des Countdowns der 21 Tage vor einigen Kapiteln.


Fazit:

"Dark Village 01: Das Böse vergisst nie" ist der Auftakt zu einer Jugendbuchkrimireihe, bei dem man zwar nix anspruchsvolles erwarten sollte, was den Schreibstil und die Problemchen der Teenies angeht, der mich aber trotzdem aufgrund seines genialen Aufbaus des Herunterzählens eines Countdowns und des Spannungsbogens fesseln konnte und sehr neugierg auf die Folgebände werden lässt.





   Originalität     

   Umsetzung      

    Schreibstil      

     Charaktere     

        Tempo        

          Tiefe         

        Lesespaß      




Kommentare:

  1. Stimmt, plump und billig trifft es, trotzdem macht die Reihe unglaublich großen Spaß. Mir hat sie sehr gut gefallen. Es muss ja nicht immer Literatur sein, sondern darf ruhig auch einfach mal unterhalten.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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    1. Ja das stimmt, Unterhaltung tut es manchmal auch und sehr spannend ist es allemal. Ich musste mich bloß erstmal an den Schreibstil gewöhnen.

      Viele Grüße, Julia

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