Sonntag, 29. April 2018

[Rezension] Mord im Orientexpress - Agatha Christie

[Rezension] Mord im Orientexpress - Agatha Christie


Titel: Mord im Orientexpress
Autor: Agatha Christie
Seitenzahl: 256
Verlag: Atlantik

ISBN-10: 3455650015
ISBN-13: 978-3455650013
Erscheinung Erstausgabe: 01.01.1934
Genre: Krimi
Handlungsort: auf der Strecke des Orientexpress (Istanbul 
                        - London)



Inhalt:

Monsieur Poirot befindet sich auf der Rückreise von Bagdad nach London und steigt in  Istanbul in den Orient-Express ein.

Doch am zweiten Tag bleibt der Zug ist im Schnee steckengeblieben und: Mr Ratchett wird erstochen aufgefunden. 12 Messerstiche, einige kraftvoll, andere kaum Kratzer, der oder die Täter waren zugleich Links- und Rechtshänder, und bemerkenswert viele widersprüchliche Spuren liegen in Ratchetts Abteil herum. Poirot erinnert sich, dass er in der Nacht mehrmals durch alle möglichen Geräusche gestört wurde, und an eine unbekannte Dame im Kimono, die er aber nur von hinten gesehen hat.



Meine Meinung:

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Klassiker von Agatha Christie und obwohl ich schon einige Male die Verfilmung gesehen habe, hat es auch Spaß gemacht einmal das Buch zu lesen und zu verfolgen wie Hercule poirot seine Indizien sammelt und zu einem Ganzen kombiniert.

Zunächst einmal findet Poirot das einzige Indiz in Ratchetts Abteil, das dort bestimmt nicht zur Irreführung zurückgelassen wurde. Bald weiß er, dass der Ermordete wenige Jahre zuvor ein kleines Mädchen entführt und ermordet hat, und dass im Zusammenhang mit diesem Verbrechen eine ganze Familie zugrunde ging.
Der Zug ist eingeschneit, im Schnee vor dem Fenster sind keine Spuren zu erkennen. Der Täter muss sich also noch in diesem Schlafwagen-Waggon befinden. Aber wer ist der Täter? Alle Reisenden haben für die Tatzeit ein Alibi, aber alle machen sich auch verdächtig. Nach und nach findet Poirot heraus, dass nicht nur der erstochene Ratchett nicht der war, für den er sich ausgab; jeder seiner Mitreisenden hat eine Vergangenheit...

Ein vertrackter Fall, wie geschaffen für Poirots kleine graue Zellen, die ihn auch diesmal wieder streng logisch all die Fäden entwirren und alle Finten durchschauen lassen.
"Murder on the Orient Express" ist nicht umsonst einer der berühmtesten Krimis von Agatha Christie, die diesmal ihre Leser wieder auf dem Holzweg tappen lässt -- bis Poirot mit der überraschend einfachen Lösung des Falles aufwartet.






Montag, 23. April 2018

[Rezension] Young Elites - Marie Lu

[Rezension] Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche - Marie Lu


Titel: Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche (Band 1)
Autor: Marie Lu
Seitenzahl: 416 
Verlag: Loewe

ISBN-10: 3785583532
ISBN-13: 978-3785583532
Erscheinung Erstausgabe: 16.01.2017
Genre: (High) Fantasy
Handlungsort: Fantasywelt



Inhalt:

Nach Legend taucht Bestsellerautorin Marie Lu mit ihrer neuen historischen Fantasy-Reihe Young Elites in eine Welt voller Magie ein und zeigt eine Heldin, die zwischen Liebe und Dunkelheit gefangen ist. Über Nacht verfärbten sich Adelinas wunderschöne schwarze Haare plötzlich silbern. Seit sie das mysteriöse Blutfieber überlebte, ist die Tochter eines reichen Kaufmanns gezeichnet und von der Gesellschaft verstoßen. Aber die Krankheit hat ihr nicht nur eine strahlende Zukunft genommen, sondern auch übernatürliche Kräfte verliehen. Und Adelina ist nicht die Einzige. Die Gemeinschaft der Dolche wird vom König gejagt und gefürchtet, denn mit ihren unerklärlichen Fähigkeiten sind sie imstande, ihn vom Thron zu stürzen. Doch dazu benötigen sie Adelinas Hilfe ...
 

Dienstag, 17. April 2018

[Rezension] Kyria und Reb - Andrea Schacht

[Rezension] Kyria und Reb - Andrea Schacht


Eine Dystopie. Eine Welt, in der Frauen die Macht haben - trotzdem ist nicht alles perfekt.
Die Führungspositionen in Nu-Yu werden alle von Frauen besetzt, auch die Gottheit, die verehrt wird, ist eine Frau. Die Männer werden quasi "unter'm Pantoffel gehalten". Männer sind eine kontrollierte Randgruppe. Darunter kommen nur noch die Subcults - die Ausgestoßenen, Identitätslosen.
Dann gibt es noch die Reservate, die in etwa unserer Welt entsprechen, aber die in Nu - Yu für rückständig deklariert werde - vor allem was das technische Know - How betrifft. Dort sind Männer und Frauen gleichgestellt.

Ich muss leider sagen, dass mich das Buch nicht mitgerissen hat. Die verwirrende Politik hat es mir oft schwer gemacht, dem Handlungsstrang zu folgen.

Die Idee an sich finde ich eigentlich klasse, aber meiner Meinung nach hat Andrea Schacht sich zwischenzeitlich zu sehr in die trockene politische Welt rein gesteigert. Leider blieben dabei die zwischenmenschlichen Beziehungen auf der Strecke.
Kyria und Reb sind sich mal richtig nah und dann in der nächsten Sekunde wieder unheimlich distanziert. Es ist zwar gut, dass es nicht wieder der Fall ist, dass sie sich innerhalb von fünf Seiten unsterblich ineinander verlieben, doch etwas mehr Gefühl hätte in diesem Fall nicht geschadet.

Das Buch wird aus Kyrias Sicht erzählt, einer durchaus sympatischen Erzählerin, man macht ihre Wandlung vom behüteten Mädchen zur selbstbewussten jungen Frau mit. Ich mag an ihr, dass sie nicht eine der Heldinnen ist, die bei jeder Kleinigkeit losheulen. Auch die Nachricht, dass sie bald sterben könnte, nimmt sie sehr gefasst auf.

Was mich allerdings gestört hat, war der unbeholfene Schreibstil während den Gesprächen. Diese wirkten oft sehr abgehackt und irgendwie... ja, unbeholfen, staksig. Auch die anderen Figuren blieben die ganze Zeit eher ausdruckslos und flach.
Dafür ist aber wie gesagt die Politik sehr durchdacht und nach und nach erfährt man von den Intrigen, die sich durch Kyria's ganzes Leben ziehen. Und es ist nicht unbedingt klar, wer Freund und wer Feind ist.

Zum Schreibstil muss ich dann noch sagen, dass er sehr schlicht ist. Ohne große Verzierungen, auf das Wesentliche bezogen. Andrea Schacht versucht möglichst die Handlung voran zu treiben, nur bei mir wollte dabei nicht die rechte Spannung aufkommen, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Ein Kritikpunkt an Reb hatte ich auch noch - seine dreiste Art zu Anfang des Buches, Gott sei Dank hat sich das aber im Laufe der Geschichte gebessert.
Das einzige, dass geblieben ist, das er alle Frauen "Princess" genannt hat - ich hab das irgendwie als störend empfunden.